Ich habe es tatsächlich geschafft! Bei der letzten ZDF-Heute Sendung konnte ich neben dem Anchorman Nummer Eins, Claus Kleber, die aktuellen Nachrichten verlesen. Was für ein Erlebnis - auch wenn mein Auftritt nur in einer Blue-Box stattfand.
Diesen Spaß ermöglichte das ZDF als Gastgeber des diesjährigen süddeutschen Journalistentages am vergangenen Samstag in Mainz. Geladen waren zahlreiche renommierte Persönlichkeiten aus dem Fach wie etwa der Auslandskorrespondent Ulrich Tilgner sowie Moderator Rudi Cerne vom ZDF, der ARD-Dopingexperte und Sportjournalist des Jahres 2007, Hajo Seppelt sowie der Leiter der Onlineredaktion „faz.net“, Kai N. Pritzsche oder der Leiter der Bildredaktion des „Stern“, Volker Lensch.
In kleinen Runden diskutierten die Experten unter anderem über die kommenden Olympischen Spiele in China und den Sport als „Spielball“ der Politik sowie über aktuelle Entwicklungen im Online- und Boulevard-Bereich und gaben Tipps zu den Themen Recherche und Bildtechnik.
Zudem wurde eine Führung durch die ZDF-Studios auf dem Lerchenberg angeboten, also ein Blick hinter die Kulissen gewährt. Dabei muss man sagen, dass im Fernsehen eben alles völlig anders aussieht als es in Wirklichkeit der Fall ist. Bestes Beispiel ist das ZDF-Sportstudio, das man jeden Samstagabend im TV bewundern kann. Auf dem Bildschirm bekommt man ein modernes, farbenfrohes Studio zu sehen, Stunden vor Drehbeginn und ohne Beleuchtung ist es alles andere als das.
Für diejenigen, die nicht wissen, wie die Bilder oben entstanden sind, hier eine kurze Erklärung der Blue-Box Technik:
Die Bluescreen-Technik (engl. Bluescreen = „Blauschirm“), auch "Blue-Box-Technik" genannt, ist ein Verfahren in der Film- bzw. Fernsehtechnik, das es ermöglicht, Gegenstände oder Personen nachträglich vor einen Hintergrund zu setzen, der entweder eine reale Filmaufnahme (z. B. Landschaft) oder eine Computergrafik (z. B. Hintergrund bei Nachrichtensendungen) enthalten kann.
Zunächst wird eine Person vor einer gut ausgeleuchteten blauen Wand aufgenommen. Blau als Hintergrund wird deshalb gewählt, weil es die am menschlichen Körper am seltensten vorkommende Farbe ist und sich am besten von Hauttönen abhebt. Um die Person freizustellen, wird eine Aussparungsmaske benutzt, die den sichtbaren und unsichtbaren Bildbereich definiert. Der Prozess des Freistellens wird deshalb auch als Matting oder Keying bezeichnet. Schließlich werden der neue Hintergrundfilm und der freigestellte Vordergrundfilm kombiniert.
-Bartek- - 7. Apr, 10:36